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Weiteres aus der Entwicklungsgeschichte der Kirche

 

Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser

 

9. Orgelstiftung

Im Jahre 1804 wurde durch Anregung des damaligen Lehrer Meier eine Orgel angeschafft. Man kaufte bei einem Schreiner in Zunzgen und liess sie durch den Orgelmacher Frideli Jäger von Herznach renovieren. Sie wurde im Schiff der Kirche über den Frauenstühlen aufgestellt. Man hatte durch freiwillige Beiträge 166 Pfund zusammen gebracht. Die Orgel hatte bloss 4 Register und kostete 113 Pfund. Aus dem Überschuss wurden die Herstellungskosten bestritten. Lehrer Meier war der erste Organist; da er aber nur kurze Zeit hier blieb, lernte Jakob Rudin, Wagners Sohn, bei Herrn Pfarrer Preiswerk in Rümlingen das Klavierspiel und wurde Meiers Nachfolger. Später lernte er auch seinen Bruder Mathias Rudin von ihm, und versah den Orgeldienst bis zum Jahre 1860.

Im Jahre 1824 wurde die Orgel durch Johann und Josef Franz von Wollenschweier ganz umgearbeitet, mit drei Registern vermehrt und im Chor der Kirche aufgestellt. Die Kosten wurden ebenfalls durch freiwillige Beiträge gedeckt, welche Läufelfingen Fr. 110  betrugen, und wozu Herr Pfarrer Lutz Fr. 114 von Basel erhielt. Lustig ist, dass am Ende der Beitragsliste Gemeindeschreiber Wagner auch diejenigen verzeichnete, welche nichts bezahlten. – Der Engel, der auf der Orgel angebracht ist, hatte früher die alte Orgel in Aarburg geziert, und die Seitenflügel sind von einer Orgel der Oltner Kirche. Pfarrer Lutz bezahlte diese beiden Gegenstände mit Fr. 12 und machte sie der Gemeinde zum Geschenk.
 

Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. 1865 von Lehrer H. Buser

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