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Historische Bahnbauten „Läufelfingerli“

   
Auslass Rückleitungsstollen
Adresse

Hombuurgerbach, nördlich des Dorfes

Baujahr 1863- 1866
Bauherrschaft SCB
   

Beim Bau der Hauensteintunnels wurden Quellen des Homburgerbaches abgegraben, so dass ihr Wasser nun im solothurnischen Trimbach aus dem Tunnel liefen, statt auf die Mühleräder und die Wässerwiesen im Homburgertal. Der Kanton Basel- Landschaft klagte gegen die SCB. Nach dem Urteil des Bundesgerichtes von 1862 musste die SCB einen Rücklaufstollen bauen. Dieser sammelte das eindringende Wasser im nördlichen Teil des Tunnels und leitet es nach Norden unter der Station Läufelfingen hindurch in den Homburgerbach. Der Stollen ist 1.2 km lang, etwa 1.60 m hoch, 60 cm breit und teilweise ausgemauert. Je nach Wetter und Saison fördert er 550 bis rund 6000 Liter pro Minute. Das Wasser trieb einst die Turbine der Obere Mühle und einer Sägerei an, seit 1951 dient es bei Bedarf der Trinkwasserversorgung. Es wird im Pumphäuschen hinter der Eptingerstrasse 20 gefasst. Hundert Meter weiter unten fliesst das Wasser durch einen steilen Betonkennel zurück in den Homburgerbach.

 

 

zur Chronik vom "Läufelfingerli"

 

zur Übersichtskarte

 

"Die obere Hauensteinlinie - Bahnbauten seit 1853", Architektur- und Technikgeschichte der Eisenbahnen in der Schweiz, Band 2, 

Scheidegger& Spiess Verlag, Zürich 2009. ISBN 978-3-85881-287-2

 

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